Eine Reduzierung des Supplies ist keine Garantie für Preissteigerungen

In der vergangenen Woche reduzierte die Stellar Development Foundation den Supply der Kryptowährung daraufhin stieg der Kurs zwischenzeitlich um 20 Prozent. Ob die Entwicklung nachhaltig ist, wird in diesem Beitrag analysiert.

Die Idee ist simpel, eine Verknappung des Angebots, bei gleichbleibender oder steigender Nachfrage treibt den Preis eines Gutes in die Höhe.
Soweit die Theorie. In der vergangenen Woche konnte die Theorie auf ihre Praxistauglichkeit geprüft werden.

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Die Foundation, die für die Entwicklung und Steuerung der Kryptowährung Stellar (XLM) verantwortlich ist, verbrannte bzw. vernichtete 55 Millarden XLM.

Somit reduzierten sich die theoretisch verfügbaren XLM um die Hälfte.

Anstieg und anschließender Abfall Stellar

Die News nahm der Markt gut auf und in dessen Folge stieg der Preis der Kryptowährung von 0,07$ pro XLM auf über 0,08$.
Hier stoppte der Anstieg und zwischenzeitlich fiel der Preis wieder nahezu auf das Ausgangsniveau.

Verbrannte XLM waren nicht im Umlauf, XLM waren für die Community bestimmt.

Als die Neuigkeit ihre Runde machte, gingen viele Anhänger davon aus, dass der Kurs nun keinen Halt mehr finden würde und direkt „moon“ gehen würde. Dass dies maßlos überzogen ist, sollte bei rationalem Denken klar sein. Jedoch wäre bei der Annahme, durch die Verknappung eines Gutes steigt die Nachfrage, eine nachhaltigere und spürbarere Preissteigerung zu erwarten gewesen.
Allerdings gibt es gute Gründe, weshalb dies in diesem Fall nicht eintreten konnte.

  1. Die vernichtete Menge an Stellar war nicht im freien Handel. Somit spürt der Markt auch keine Verknappung. Lediglich 5 Milliarden waren sogenannte „Operating-Fonds“.
  2. Der Markt ist nicht weitsichtig genug, denn vernichtete Kryptowährungen, welche nicht im Umlauf waren, können auch später nicht mehr auf den Markt kommen.
  3. 50 Millarden XLM wurden aus den Töpfen für Partnerschafts- und Air-Drop-Programme vernichtet. Damit musste besonders die Community Einschnitte in Kauf nehmen.

Niedriger Supply ist kein Garant für einen hohen Projektwert

Das Beispiel Stellar zeigt deutlich, eine simple Reduzierung der Coins ist kein Selbstläufer.
Der zwischenzeitliche Anstieg um 20% überzeugte besonders die „Moonboys“, die von schnellem Reichtum träumen. Für mich persönlich zeigt dieses Beispiel, dass Stellar noch einen langen Weg vor sich hat und institutionelle Investoren aktuell nicht an Stellar glauben, denn schon verbrannte Coins, können auch später nicht mehr auf den Markt kommen, somit sollte sich zumindest dies im Preis wiederspiegeln und dies ist aus meiner Sicht nicht geschehen.

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