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Transaktionskosten bei Kryptowährungen, Beispiel Ethereum

Die Transaktionsgebühren von Kryptowährungen sind schon eine Wissenschaft für sich. So können diese von wenigen Cent, wenige Tage später mehrere Euro betragen.
Dabei sind die Transaktionskosten ähnlich volatil wie ihre zugrundeliegende Kryptowährung.

Doch wieso sind die Kosten für eine Transaktion so schwankend?

Um zu verstehen, wieso die Gebühren so schwanken muss man verstehen, wie Transaktionen in einer Blockchain gehandhabt werden und wie ausgewählt wird, wann welche Transaktion bestätigt wird.

Anders als im klassischen Finanzsektor sind die Kosten für Sendungen von Kryptowährungen, außerhalb von Börsen, nicht an einen festen Wert oder an einen Prozentsatz, des Wertes, gebunden.

Im Kryptowährungssektor richten sich die Gebühren nach Angebot und Nachfrage.

Vereinfacht dargestellt schaffen die Miner mit dem „finden“ der Belohnung das Angebot.
Das Angebot umfasst die Möglichkeit seine Information über eine Transaktion im nächsten Block unterbringen zu können. Und somit zum Consent zu werden.
Der Platz innerhalb eines Blocks ist jedoch begrenzt. Somit ist auch das Angebot für Transaktionsbestätigungen begrenzt.
Um diesen Platz entsteht nun ein Wettbewerb, wen der Miner in seinen Block mit aufnehmen wird.
Wie bei einer eBay-Auktion bekommt jene den Platz, welche das beste Angebot unterbreiten.

Steigt nun die Menge an Transaktionen, steigt auch der Bedarf an Plätzen für Transaktionen, also die Nachfrage, infolgedessen steigt der Preis pro Transaktion, denn der Platz ist begrenzt.
So kann es vorkommen, dass die Transaktionsgebühren auf über 10 Dollar steigen.

Steigerung der Transaktionspreise im Hype

Doch wie entsteht der Preis einer Ethereum-Transaktion.

Um eine Ethereum-Transaktion zu verstehen, muss sich mit Gas und Gwei vertraut gemacht werden.

Gas ist quasi die Ressource, die zum Ausführen einer Aktion auf der Ethereum-Blockchain benötigt wird. Unterschiedliche Aktionen (Smart-Contract, Transaktion) benötigen unterschiedlich viel Gas. Quasi die Rechenleistung, die dazu benötigt, diese muss mit Gwei bezahlt werden.

Dabei sollte das passende Gas-Limit gewählt werden, um die Aktion vollständig durchführen zu können.

Mit Gwei wird das nötige Gas gekauft. Dabei ist Gwei nichts anderes als ein Bruchteil von Ethereum.
Die Miner suchen sich somit zuerst jene Transaktionen, die die benötigte Rechenleistung (Gas) am besten bezahlen. Also den höchsten Gwei-Preis bezahlen.
Das bedeutet für den Nutzer, je besser das benötigte Gas bezahlt wird, desto schneller wird jene Ausgeführt. Daher einen hohen Gwei-Wert wählen, um die Transaktion ausführen zu können.

Um jedoch nicht unnötige Transaktionskosten bezahlen zu müssen, kann der passenden Gwei-Betrag über die Seite ETH-Station ermittelt werden.

Beispiel für Gwei-Preise

Doch Achtung:
Eine Transaktion mit einem zu niedrig gewählten Gwei-Wert bedeutet für die Miner, ein schlechtes Angebot und wird erst dann ausgewählt, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind.

Dies kann dazu führen, dass Transaktionen sehr verspätete ankommen oder als „Leiche“ nie ausgeführt werden. Über Metamask können solche „Transaktionsleichen“ neu, mit einem angemessenen Gwei-Wert, innert werden.

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