Was ist eine Rezession?

Was ist eine Rezession?

Um die Definition einer Rezession besser verstehen zu können, ist es wichtig zu verstehen, was eine Konjunktur ist und dass diese in Zyklen verläuft. Und Rezession ist eine dieser Phasen.

Die Konjunktur beschreibt die gesamtwirtschaftliche Lage eines Landes. Also wie hoch das BIP (Brutto Inlandsprodukt) ist. Dies gibt den Gesamtwert aller Güter (Waren und Dienstleistungen) an, die während eines Jahres innerhalb einer Volkswirtschaft als Endprodukte hergestellt wurden. Ist das BIP hoch ist auch die Konjunkturlage hoch.

Quelle: https://slideplayer.org/slide/206714/

Dabei gibt es immer wieder Hoch- und Tiefphasen. Und die Konjunktur eines Landes durchläuft Zyklen. Aufschwung, Boom, Rezession und Depression. Dabei blüht die Wirtschaft einmal auf, aber auch nimmt sie wieder ab. Solange diese Bewegungen kein Extrem einnehmen wird, dies auch zu keinem wirtschaftlichen Problem. Die Bewegungen sind jedoch ganz natürlich.

Sobald das Wirtschaftswachstum einer Volkswirtschaft rückläufig ist, sprechen wir von einer Rezession. Somit ist eine Rezession nichts anderes als ein wirtschaftlicher Abschwung. Doch sollte beachtet werden, es gibt keine konkreten Zahlen die besagen, wenn der DAX einen bestimmten Verlust erreicht befinden wir uns in einer Rezession. Die jeweilige Entwicklung muss immer im gesamten Kontext betrachtet werden. Somit ist es für viele schwer den Beginn und das Ende einer Rezession zu erkennen.

Aus volkswirtschaftlicher Sicht gibt es aber auch eine klare Definition für den Eintritt einer Rezession.
Sobald sich das Wirtschaftswachstum in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Quartalen negativ entwickelt, ist eine Volkswirtschaft in einer Rezession.

Je nachdem wie stark eine Rezession ausfällt, fallen auch die dadurch resultierenden Folgen aus. Eine starke Rezession führt zu viel gravierenden Auswirkungen, als eine schwache Rezession.

In solchen Zeiten bleiben große Investitionen aus, Firmen erfahren einen Auftragsrückgang. Wenn viele Investitionen wegfallen und somit auch entsprechend viele Aufträge, führt dies zu einem entsprechenden Umsatzrückgang. Dies kann dazu führen, dass Mitarbeiter entlassen werden, die wiederum weniger Bedürfnisse befriedigen wollen, da sie entweder kein Geld haben oder Geld sparen wollen. Und somit ist auch die gesamte Nachfrage am Markt rückläufig und das BIP sinkt.

In einer solchen Zeit verlieren Aktienkurse und andere Wertanlagen, die nicht das Vertrauen der Masse genießen, stark an Wert. Zuerst trifft es Wertanlagen, die schnell in Geld umgewandelt werden können. Dies kann sich dann aber zu einer Kettenreaktion entwickeln, in welcher jegliche Anlagen, die nicht als Krisensicher gelten verkauft werden. Da Konsumenten ihr Geld sichern wollen oder es benötigen, um lebensnotwendige Dinge zu kaufen. Diese Entwicklung kann schlussendlich dann auch vermeintlich sicher Anlagen, wie Immobilen treffen. Wenn die Blase platzt, weil Kredite nicht mehr bezahlt werden können oder sich kein Mieter findet, der das Geld für die Miete aufbringen können.

Eine Rezession, kann sich bei sehr starken wirtschaftlichen Einbrüchen sogar zu einer Depression entwickeln. Dies wäre im Konjunkturzyklus die nächste Phase.

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