Was ist eine Sidechain? Eine Revolution der Blockchain-Technologie?!

Eine Blockchain besteht aus vielen einzelnen Blöcken. Aneinandergereiht ergeben diese dann eine Kette. Wir sprechen hierbei von einer Hauptkette, einer sogenannten Mainchain.

Außerdem gibt es auch Ketten, die nebenher laufen. Dies sind die gesuchten „Sidechains“. Sie sind zwar im Ursprung von der Mainchain abgeleitet, bilden aber eine komplett eigenständige Kette die co-existiert.

Und wie läuft das ab?

Bei der Entstehung eines Sidechain-Projekts, muss ein Token erstellt werden. Erstellt werden Projekt und Token auf der Mainchain. Im Anschluss zieht das Projekt inkl. Token auf die Sidechain um. Dort agieret die neue Kette nun ohne die Mainchain zu beiträchtigen. Bei diesem Umzug werden alle Token herübertransferiert. Es gibt den Token also danach nicht doppelt.

Warum macht man überhaupt Sidechains?

Über eine Sidechain kann man eigene Regeln und vor allem einen eigenen Algorithmus wählen. Es ist im Prinzip möglich ein komplett eigenständiges Ökosystem aufzubauen.

Transaktionen bekommt die Mainchain kaum mit. Sie können nahezu unabhängig auf der Sidechain durchgeführt werden.

Zusammenfassend: Projekte können mit Starthilfe einer soliden Mainchain unabhängig wachsen. Gleichzeitig wird die Hauptkette vehement entlastet und somit bieten Sidechains eine Win & Win-Situation für alle Beteiligten.

Welche Vorteile bieten Sidechains?

Eine Sidechain kann eigene Regeln festlegen. Beispielsweise kann eine Sidechain einen anderen Konses-Algorithmus (bspw. Proof-of-Work) nutzen als die Mainchain. Das erlaubt Flexibilität innerhalb des Netzwerks und gleichzeitig die Möglichkeit, die Mainchain zu entlasten. Auf der Sidechain können Transaktionen innerhalb dieser schließlich weitestgehend unabhängig von der Mainchain ausgeführt werden – nicht alle Nutzer bekommen also davon mit. Sendet man eine normale Bitcoin-Transaktion, wird diese von allen Teilnehmern im Netzwerk verarbeitet und somit für diese Sichtbar. Das führt bei großen Transaktionsvolumina zu Kapazitätsproblemen. Nutzt man hingegen eine Sidechain, würde man in diesem Fall das Bitcoin Netzwerk entlasten.

Gibt es ein bekanntes Sidechain-Projekt?

Es gibt sogar zahlreiche. Das wohl bekannteste darunter ist „Lisk“. Bei Lisk liegt der Fokus des Projekts auf der Entwicklung von Sidechains. Das Entlasten der Hauptchain ermöglicht hier wie obene erwähnt gleichzeit die freie Entfaltung neuer Projekte. LISK bietet neben Software-Entwicklungs-Kits alles in einer Vielzahl an Programmier-Sprachen an.

So können selbst Programmierer ohne nennenswerte Blockchain-Kenntnisse einfach in dei Materie einsteigen. Projekte wie Komodo arbeiten ebenfalls an solchen Sidechain-Lösungen.