Wieso eine Anhebung des Supplies keine Lösung ist

21 Millionen Bitcoin wird es je geben, eine feste Zahl verankert im Protokoll. Doch würde es Sinn machen, die Anzahl an Bitcoin zu erhöhen?

Während des Satoshi Roundtables kam der Vorschlag auf, die maximale Anzahl aller Bitcoin zu erhöhen. Genauer setzte sich Matt Luongo für diesen Vorschlag ein.

Er begründete dies damit, mit der Einführung des Lightning Netzwerkes, würden die Erträge der Miner sinken.  
Zusätzlich zum allen vier Jahren stattfindenden Halving, die Reduzierung der Blockrewards, würden die Anreize für das Minen im Bitcoinnetzwerk immer weiter verschwinden.
Dies könnte dazu führen, dass 51%-Angriffe durchgeführt werden könnten . Was ein Verlust des Vertrauens in Bitcoin zu Folge haben würde.

Sein Vorschlag wurde von der Mehrheit der Community abgelehnt und nach unserer Einschätzung wird dieser Vorschlag auch in der Zukunft keine Mehrheit finden. Für die Umsetzung müssten sich mehr als 51% der Nutzer dafür aussprechen, theoretisch wäre eine Erhöhung der maximalen Anzahl an Bitcoin durchaus möglich.  

Nun wollen wir im Folgenden analysieren was für Auswirkungen einer Anhebung des Supplies haben würde.

Inflation und Wertverlust von Bitcoin

In erster Linie würde eine Erhöhung der 21 Millionen nur die Anzahl an verfügbaren Bitcoin erhöhen.

Jedoch, jeder der zu diesem Zeitpunkt Bitcoin hält würde automatisch einen Wertverlust erfahren.
Ein Beispiel, X besitzt 2% aller Bitcoin, durch eine Verdopplung auf z.B. 42 Millionen Bitcoin, wären es auf alle Bitcoin gerechnet nur 1% der gesamten Bitcoin, die in dessen Besitz sind.
Es sind zwar nicht automatisch mehr Bitcoin auf dem Markt, aber es ist definitiv eine Erschütterung das Vertrauens. Man kann eigentlich davon ausgehen, dass bei einer Erhöhung des Supplies, der Preis nicht unbeeindruckt bleiben würde. So würden alle bisher existierenden Bitcoin an Wert verlieren.
Und somit wären es dann auch keine größere Einnahmequelle für die Miner mehr, sie erhalten zwar mehr BTC, im Vergleich zum ursprünglichen Supply, da der Wert von BTC gesunken wäre hätten sie wieder das gleiche Problem. Es fehlen die finanziellen Anreize.

Wie genau sich der Markt in solch einer Situation verhalten würde kann wohl keiner Vorhersagen.

Jedoch wäre eine Anhebung des Supplies mit einer Inflation gleichzusetzen.
Dies kann immer wieder in extremen Beispielen, wie Venezuela, beobachtet werden. In welchen das Drucken von Geld nicht zu einer besseren Wirtschaftsleistung oder Stabilität führt. Sondern im Verlust von Vertrauen und in einer Krise endet. In den meisten Fällen ist darauf die Antwort, noch mehr Geld drucken.

Bitcoin würde zur Lachnummer

Bitcoin ist ein dezentrales Netzwerk, welches auf Vertrauen setzt. Es ist per Protokoll festgelegt, dass nach 21 Millionen schluss ist. Darauf verständigen sich alle, die an der Konsensuserschaffung teilnehmen.
Würde sich der Supply nun erhöhen, würde das gesamte Netzwerk stark an Vertrauen verlieren. Denn es wäre ein Beispiel dafür, dass Bitcoin doch nicht so beständig ist, wie angenommen. Und zukünftige Supplyanpassungen nicht ausgeschlossen sind.
Somit wäre Bitcoin nicht besser als das bisherige Geldsystem.  

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Bildquelle: Pixabay