Wirecard Aktie | Skandal mit Blockchain unmöglich

Wirecard Aktie | Skandal mit Blockchain unmöglich

In dem Milliardenskandal bei Wirecard wurde heute ein Haftbefehl gegen den Ex-Vorstandschef Markus Braun ausgesprochen. Braun konnte gegen eine Kautionszahlung in Höhe von 5 Millionen Euro freikommen.

Am vergangen Donnerstag den 28. Juni 2020 hatten alle mit der Veröffentlichung der Bilanz 2019 gerechnet. Dreimal zuvor hatte Wirecard und sein Management diesen Termin verschoben. Doch die Vorstellung blieb aus, stattdessen gab die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) bekannt, die aktuelle Bilanz nicht testieren zu können, da erhebliche Zweifel an der Existenz von Geldern auf aisatischen Treuhandkonten bestehen. Die Rede ist dabei von 1,9 Milliarden Euro.

Stürzt Wirecard vielleicht sogar aus dem DAX?

Betrachtet man die aktuelle Situation an der Börse, sieht es nicht gut aus für den Wirecard-Kurs. Die Aktie Wirecard AG (WDI) stand vergangen Donnerstag noch bei über 100 Euro. Nach der Botschaft von EY und dem damit beginneden Sturm im Internet, krachte der Kurs zeitweise auf 11 Euro. Das ist ein Einbruch von ca. 90% in wenigen Tagen.

Natürlich ist die Marktkapitalisierung in der gleichen Zeit dahingeschmolzen. Lag man bei einem Kurs von 106 Euro pro Aktie noch bei ca. 14 Milliarden Euro Marktkapitalisierung, liegt Sie heute gerade einmal bei ca. 2,3 Milliarden.

Da im DAX nur die 30 größten Konzerne aufgelistet sind, droht nun das Aus. Dieses könnte bereits im Dezember passieren. Unternehmen wie Delivery Hero stehen schon bereit für einen Austausch.

Doch wie kann man ein solches Fiasko für Anleger und Investoren verhindern?

Gegen kriminelle Machenschaften kann wohl Nichts zu 100% schützen. Anders sieht es jedoch mit den Transaktionen aus, welche im Fall von Wirecard in Asien einfach untergegangen sein sollen.

Eine dezentrale Blockchain könnte dies unmöglich machen. Nehmen wir als Beispiel Bitcoin und das „Peer-to-Peer Electronic Cash System“. Jede Transaktion wird, stark vereinfacht, in einem virtuellen Logbuch gespeichert.

Und wer verwaltet die Blockchain?

Dieses Logbuch ist nicht nur auf einem Zentralrechner, sondern vielmehr auf unzähligen Computern weltweit. Jeder der sich an das Bitcoin Netzwerk schließt muss die aktuelle Blockchain (das Logbuch) herunterladen.

Nun kann jeder Teilnehmer die Transaktion einsehen. Diese ist allerdings teilweise anonymisiert. Krypto Exchanges (Börsen) haben aber als Vertrauensnachweis und Zeichen eines seriösen Auftritts Ihre Wallets mit Ihren Firmennamen verbunden. Nun kann jeder diese Transaktionen einsehen.

Und wie hätte man das Wirecard Debakel aufdecken sollen?

Es könnte eine Grundbedingung werden als DAX-Konzern gewisse Transparenz einzuräumen. Dies wäre sowohl für Aktionäre und Investoren, aber auch für Kontrollorgane sinnvoll. Warum sollten die Geldströme der größten Unternehmen nicht transparenter werden. Zumindest Kontrollorganen wie der Bafin sollten diese Rechte in dieser Vorstellung jedoch in jedem Fall zustehen.

So würde eine solche Verschleierung, selbst nach Jahren rekonstruierbar sein. Für alle Parteien ein besser Gefühl oder?

Was meint Ihr zu dieser Idee – Sollten die Konzerne auf die Blockchain-Technologie aufspringen? Komm in unsere Telegramgruppe

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