XRP Anhänger drohen Messari CEO nicht nur bei Twitter

Nachdem Ryan Selkis, der CEO des Analyseunternehmen Messari, einen kritischen Bericht über XRP veröffentlichte, wurde er nun mit Drohanrufen konfrontiert.

Quartalsreport als Auslöser

Ripple veröffentlichte einen Report, in welchem Ripple offenlegt, dass im vierten Quartal XRP im Wert von 129 Millionen Dollar verkauft wurden.

Am 24 Januar veröffentlichte das Unternehmen Messari eine Analyse, in welcher behauptet wird, die Marktkapitalisierung von XRP ist massiv überbewertet.
Genauer soll, nach dem Bericht, die Marktkapitalisierung bei 6,9 Milliarden Dollar liegen, 48% unter dem aktuellen Wert.

Zitat:
“XRP’s liquid “circulating supply” and “market cap” could be overstated by 48%, which would put total XRP “market cap” at $6.9 billion vs $13.0 billion widely reported at the current USD-XRP exchange rate.”

Weiterhin hätten Sie versucht mit Ripple in Kontakt zu treten, besonders um über die
Widersprüchlichkeit zu diskutieren. Leider war es ihnen nicht möglich von Ripple eine Antwort zu erhalten.

Reaktion der Community ist Hass

Die Aussagen, der Analyse und des CEO´s, kamen bei der Ripplecommunity nicht gut an.
So berichtet er auf Twitter, dass er Drohanrufe erhalten habe.
Bis hin, dass er sich schließlich an die Polizei wenden musste.

Währenddessen kann gut beobachtet werden, wie Teile der Ripplecommunity auf diesen Vorfall reagieren. Es wird sich kindisch verhalten, erfreut und lustig darüber gemacht.
Auch die Rippleleitung scheint sich kaum dafür zu interessieren.
Für einen Außenstehenden ist es erschreckend, wie hier mit Kritik umgegangen wird. Uns ist klar, dass nicht jeder Rippleinvestor sich so verhält und es sich hierbei nur um einen kleinen Teil der Community handelt.

Jedes Kryptoprojekt, welches tatsächlich einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der Branche nehmen möchte, sollte auch Kritik ernst nehmen und sich mit fundierten Kritikeren beschäftigen, anstatt zu versuchen diese Mundtot zu bekommen. Denn dies lässt vor allem in den Augen neuer Investoren kein positives Licht auf solche Projekt und der ganzen Branche fallen.

Persönliche Bindungen zu Projekten sorgt für impulsives Handeln

Immer wieder kann beobachtet werden, dass Anhänger bestimmter Projekte unter keinen Umständen etwas negatives hören möchten.
Dies erfolgt vor allem aus dem persönlichen finanziellen Interesse, an einem Erfolg jenes Projektes.
Denn jede Kritik könnte dem Projekt schaden und so auch dem eigenen Geldbeutel.

So auch in der Ripplecommunity, in welcher ein Teil, sehr sensibel auf Formen jeglicher Kritik reagiert. Bereits in der Vergangenheit kamen kritische Stimmen, aus der XRP-Community,  über die Berechnung des Maximalen Supply. Auch im aktuellen Fall, sollte sich der ein oder andere überlegen, ob ein geringerer Supply nicht auch langfristig Vorteilhaft sein kann, für die Entwicklung des Coins XRP.

Zusammenfassend kann nur gesagt werden, ein solcher Umgang mit Kritik lässt nicht nur das Projekt sondern auch das ganze Kryptoökosystem in einem schlechten Licht stehen.
Kurzfristig mag man sich wohl daran erfreuen, einen weiteren Kritiker in die Schranken gewiesen zu haben, langfristig schadet es aber nur dem Ruf der gesamten Branche.

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Pixabay